CSU-Mann in Untersuchungshaft

von Redaktion

40-jähriger Fast-Gemeinderat soll mit Kokain gehandelt haben

Kandidierte für die CSU: Michael Mannseicher.

Kirchseeon – Ein frisch gewählter CSU-Gemeinderat aus Kirchseeon (Kreis Ebersberg) sitzt in Untersuchungshaft. Er steht unter Verdacht, mit Kokain gehandelt zu haben. Michael Mannseicher (40), der in der Gemeinde eine freie Kfz-Werkstatt betreibt, wäre als Listenzehnter der Christsozialen knapp ins Gremium eingezogen und am Montag, 18. Mai, vereidigt worden. Doch Mitte April gab es eine Hausdurchsuchung: Rund 70 Gramm Kokain und über 700 Gramm Amphetamine stellten die Beamten nach eigener Mitteilung in mehreren Wohnungen in München und Kirchseeon sicher, dazu Bargeld in vierstelliger Höhe. Mannseicher ist nach gesicherten Informationen unserer Zeitung einer von zwei Hauptbeschuldigten und sitzt auf richterlichen Beschluss in Untersuchungshaft. Von seiner Anwältin gab es keine Auskunft.

Insgesamt vier Verdächtige sollen in den Handel mit Kokain verwickelt gewesen sein. Zudem ist einer der Beschuldigten laut Polizei erst 16 Jahre alt, die anderen beiden sind 25 und 27. Bei Drogenhandel drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu über fünf Jahren Gefängnis.

Sein Gemeinderatsmandat tritt Mannseicher nicht an. Dem zuständigen Wahlausschuss hatte er bereits kurz nach seiner Festnahme schriftlich mitgeteilt, „aus persönlichen Gründen“ auf seine Vereidigung zu verzichten.J. AMETSBICHLER/A. LIEBELT

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