„Am Sonntag ist Muttertag?“, hat Agnes gestern geschnattert. „Vergangenes Jahr habe ich drei Geschwister beobachtet, die hatten den Muttertag vergessen und am Tag zuvor noch ein Überraschungsgeschenk gebastelt“, brummte Waldemar. „Die Mama hat sich sehr darüber gefreut.“ Waldemar strahlte, als er sich erinnerte. „Was haben die jungen Zweibeiner gebastelt?“, schnatterte ich. „Ein ,Wir-haben-Dich-lieb-Mobile‘“, brummte Waldemar. „Lass mich raten“, quakte Agnes, „ein Mobile mit Papierherzen.“ „Jep“, brummte Waldemar, „aber das Besondere war, dass jedes Herz beschriftet war. Ganz oben am Mobile war ein etwas größeres weißes Herz, auf dem stand: ,Du bist die beste Mama der Welt, …‘ und darunter hingen an Fäden kleinere bunte Papierherzen.“ „Mit dem, was die Kinder an ihrer Mama lieben?“, quakte Klara. „Genau“, brummte Waldemar, „zum Beispiel ,weil Du so leckere Pfannkuchen machst‘ oder ,weil Du cool bleibst, wenn mal ein Teller runterfällt‘ oder ‚weil Du nie schimpfst, wenn ich eine schlechte Note habe‘. Der kleinste von den Zweibeinern war noch im Kindergarten, für den schrieb die große Schwester ,weil Du mir jeden Abend vorliest‘.“ „Schönes Geschenk“, schnatterte ich, „viel schöner als gekaufte Blumen.“ „Die Blumen sind Aufgabe der Väter“, quakte Klara, „Kinder sollten immer lieber was basteln.“ „Oder einen Kuchen backen“, brummte Waldemar. „Und wenn sie groß genug sind, das Mittagessen kochen“, schnatterte Agnes. Eure Paula