Dramatisches Ende eines jungen Lebens

von Redaktion

Diana Körner trauert um Enkel Remo

Diana Körner mit ihrer Tochter Lara Joy. © Schneider-Press/W. Breiteneicher

Seit Samstag steht die Welt für die Schauspielerin Lara Joy Körner still. Die Münchnerin trauert um ihren Sohn Remo Aimé Pollert (19), der morgens leblos in der Isar gefunden wurde. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an. Bislang wird eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen.

Wie kann man nach so einem Drama als Angehöriger den Alltag bewältigen? Wie den Geschwistern, den engsten Verwandten den Verlust beibringen, wie selbst überleben? Am frühen Montagnachmittag findet Diana Körner (81), die Oma des verstorbenen 19-jährigen Remo, die Kraft für ein kurzes Telefonat mit unserer Zeitung: „Wir wissen nicht, wie es weitergeht“, sagt die Schauspielerin. „Seine Leiche ist noch nicht freigegeben, er muss erst noch obduziert werden.“ Deshalb wisse die Familie auch nicht, was genau in den frühen Morgenstunden am Samstag passiert sei, wie Remo wirklich ums Leben kam. Diana Körners Tochter Lara Joy ist am Boden zerstört. Keinen Moment ist sie alleine. „Viele Menschen sind um sie herum“, erklärt die 81-Jährige, die versucht, ihre Stimme nicht zittern zu lassen. „Es geht schon“, versucht sie sich zu beruhigen. „Alles soweit in Bahnen, wenn man das sagen kann.“ Remo habe natürlich noch zu Hause gewohnt. Wie nehmen die Geschwister diesen tragischen Verlust auf? „Ich glaube, Kinder haben ihren eigenen Rhythmus der Trauer. Noch sind sie okay“, so Körner.

Wenig später gibt die Familie eine Pressemitteilung raus. Darin heißt es: „Remo Aimé Pollert, 28.08.2006 – 09.05.2026, hat seinen Körper verlassen. Samstag in den frühen Morgenstunden in seiner geliebten Isar. Wir, seine Geschwister, Freunde und Familie, sind gerade ganz Herz. Wir sind, schmerzen, trösten, teilen – um die Kerze in der Mitte. Die Erfahrung, die Du uns geschenkt hast und immer noch schenkst, können wir noch nicht in Worte fassen. Wir erforschen diese Erfahrung gerade gemeinsam in Liebe, Schmerz, Staunen, tiefem Wissen und tiefer Verbundenheit. Und: Er ist vorausgegangen. Ein Teil von mir will noch nicht einverstanden sein. Ich bin einverstanden. Verbunden – in Liebe.“

Unterzeichnet sind die Zeilen von „David, Glenn, Neo, Domi, Lola, Emilia, Laramami, Heinerpapi, Babu, Opi und last but not least Deine wundervollen Freunde“.MZ, NAH

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