Eine Bahnhofs-Zwischenlösung für zehn Jahre

von Redaktion

Der neue Bahnhofsbau hat ein Erdgeschoss und vier Obergeschosse. Im Dachgeschoss wird Technik verbaut. © DB InfraGo

München – Im Moment ist nur ein Kieshaufen zu sehen, Stahlstreben ragen aus dem Erdboden. Doch in einem Jahr soll auf dem von außen nicht einsehbaren Baufeld vor dem Südausgang des Hauptbahnhofs – zwischen dem ehemaligen IC-Hotel und dem Sofitel – ein Interimsbahnhof entstehen. Die Zwischenlösung, die 20 Millionen Euro kostet, ist für zehn Jahre gedacht – so lange, bis der neue Hauptbahnhof fertig ist. Danach wird sie wieder abgerissen.

Die Bahn hatte das Projekt schon einmal vorgestellt, jetzt gibt es weitere Details. „Wir müssen den Bahnhof 24/7 offen halten“, sagt Projektleiter Frank Gebhart bei einem Rundgang über das Baufeld. Das Gebäude, 23 Meter breit und 45 Meter lang, entsteht teilweise über einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, doch das sollen die Besucher nicht bemerken. Für sie soll im Erdgeschoss ein Reisezentrum mit Fahrkartenverkauf, ein Wartebereich, das Fundbüro, Schließfächer und WC‘s entstehen. Im vierten Obergeschoss ist die DB Lounge geplant. Auch die Bundespolizei erhält Räume, sogar für eine Arrestzelle („Kontaktraum“).

An der Architektonik des Gebäudes („Klotz“) hat sich nichts geändert. Das Gebäude mit einer Außenfassade aus Metall ist als Stahlbeton-Skelettbau mit Fertigteilen geplant, deswegen geht es jetzt auch ziemlich schnell: Im Sommer soll die Montage der Fertigteile beginnen, pro Monat ist ein neues Stockwerk geplant. Im Sommer 2027 soll das Gebäude in Betrieb genommen werden. Danach kann das IC-Hotel abgerissen werden. „Das ist ist etwa im September und Oktober 2027 geplant“, erläuterte Gebhart.DW

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