von Redaktion

Waldemar und ich besserten gerade mein Nest mit neuen Schilfhalmen aus, als der Waschbär plötzlich laut rief: „Aua, ich habe mich geschnitten!“ Schnell klebte ich ein Pflaster auf die Wunde. Dankbar blickte Waldemar mich an und erklärte: „Zum Glück hast du schnell gehandelt. Fast wäre ich verblutet!“

Ich quakte, dass er damit ziemlich übertreibt. Er hat durch den kleinen Schnitt ja nur ein paar Tropfen Blut verloren! Das macht dem Körper nichts aus und die Wunde verheilt schnell. Der Waschbär brummte: „Aber ich habe mich vor ein paar Tagen doch schon mal geschnitten. Wenn das so weitergeht, habe ich bald gar kein Blut mehr in meinem Körper.“ Ich schnatterte, dass auch das kein Drama ist. Der Körper kann wieder neues Blut nachproduzieren. Waldemar muss also keine Angst haben, dass ihm das Blut ausgeht. Nur wenn man bei einem Unfall richtig viel Blut verliert, kann das lebensbedrohlich werden. Es ist möglich, von anderen Personen Blut gespendet zu bekommen. Dabei muss man aber auf ein paar Dinge achten. Es gibt Eiweiße mit den Antigenen A und B. Manche Zweibeiner haben die Antigene A auf den roten Blutkörperchen, andere die Antigene B. Wer zur Gruppe mit den Antigenen A gehört, kann kein Blut von Zweibeinern bekommen, die Antigene B im Blut haben. Denn dann würde das Blut verklumpen, da der Körper diese Antigene als Feinde ansieht und eine Abwehrreaktion auslöst.

Eure Paula

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