von Redaktion

Gestern frühmorgens krächzte Waldkauz Ulrich ganz aufgeregt: „Du wirst es nicht glauben, was ich nachts alles sehe, wenn ich lautlos über die Wälder und Felder gleite.“ Er setzte sich vor mir auf einen Ast und blinzelte bedeutungsvoll: „Meinen Adleraugen entgeht nichts. Aber nun habe ich etwas gesehen, das mir Gänsehaut gemacht hat und auch dir alle Federn zu Berge stehen lassen wird: Es lebt ein neues Tier ganz bei uns in der Nähe! Es ist ein Luchs!“

Der Waldkauz machte eine bedeutungsvolle Pause. Ich schnatterte, dfass der Luchs sicher auch den Kauz gesehen hat: „Luchse sehen sehr gut und können in der Dunkelheit sogar ein 300 Meter entferntes Kaninchen entdecken.“ Luchse bekommt man fast nie zu sehen. Die Tiere sind in Deutschland und in vielen anderen Ländern Europas vom Aussterben bedroht., also sehr selten geworden. In Deutschland gab es sogar eine Weile lang überhaupt keine Luchse mehr, weil die Zweibeiner so viele von ihnen getötet haben. Seit ungefähr 50 Jahren wird der Luchs in Deutschland wieder angesiedelt. In Bayern lebten im Jahr 2024 ungefähr 90 Luchse, davon die meisten im Bayerischen Wald. Die Luchse scheinen in den letzten Jahren aber nicht mehr zu werden. Das liegt vor allem daran, dass Zweibeiner Luchse töten, obwohl das in Deutschland verboten ist. Die Luchse können als Tierart bei uns deshalb nicht allein langfristig überleben, sondern brauchen dabei Hilfe durch die Zweibeiner.

Eure Paula

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