Zusatzspur für Deggendorfer Autobahn

von Redaktion

A92: Genehmigung liegt vor – Baustart soll an der Anschlussstelle Oberschleißheim sein

Wird breiter: die Autobahn A92. © Jantz

München – Die Deggendorfer Autobahn A92 kann auf einem ersten Abschnitt auf drei Spuren je Fahrtrichtung verbreitert werden. Die Regierung von Oberbayern genehmigte die Planfeststellung. Damit liegt Baurecht vor, sofern nicht noch jemand klagt. Das Verfahren war sehr aufwendig, betonte Sprecher Wolfgang Rupp. 280 Einwendungen von Privatpersonen und 105 Stellungnahmen von Behörden und Verbänden waren eingegangen und mussten geprüft werden. Das Verfahren für die Verbreiterung der Autobahn über knapp zwölf Kilometer zwischen dem Beginn bei Feldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn zog sich über Jahre hin. Ursprünglich hatte die Autobahn GmbH geplant, mit dem Bau zwischen Unter- und Oberschleißheim schon 2024 zu beginnen. Hier sind auch Lärmschutzwände geplant. Auch die Kosten – 2022 war von 400 Millionen Euro die Rede – dürften weiter gestiegen sein.

Ziel des Ausbaus ist es, den Autobahnabschnitt „auf künftige Verkehrsanforderungen im wirtschaftlich boomenden Münchner Norden auszulegen“, wie Sprecher Rupp mitteilte. Zum Ausgleich für Eingriffe in die Natur müssen an anderer Stelle 34 Hektar Fläche ökologisch aufgewertet werden. Die Autobahn GmbH Südbayern stehe in den Startlöchern, sagte Sprecher Josef Seebacher unserer Zeitung. Als erstes Projekt soll die Anschlussstelle Oberschleißheim B471/A92 ausgebaut werden. „Hier gibt es fast jeden Tag Rückstau.“ Geplant ist, dass die Fahrzeuge künftig über Rampen direkt auf die Autobahn fahren können. Aus Richtung Dachau würde man dann über die Autobahnbrücke fahren und rechts abbiegen (statt bisher links). In umgekehrter Richtung ist es ebenso geplant. Die Ampel fiele dann weg.DW

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