Kennt Ihr den Ententanz? Vielleicht habt Ihr ihn im Fasching ja sogar schon mal getanzt. Agnes, Klara und ich wussten jedenfalls nicht, dass der Ententanz sogar einen Tag hat. Der war gestern. Fünf junge Zweibeinerinnen tanzten da auf der Uferwiese und sangen zu einer Melodie, die aus einem ihrer Handys tönte: „Didel didel didel dam, didel didel didel dam, didel didel didel dam dam dam dam dam …“ „Hej, Entchen, das ist euer Lied“, rief eine der Zweibeinerinnen, „und heute ist der Tag des Ententanzes.“ Sie kam zu uns: „Entchen“, sagte sie, „ich erzähle Euch jetzt etwas über den Ententanz.“ Sie holte ihr Handy hervor, hielt es sich vor die Augen, und plapperte drauflos – ich glaube, sie las. „Es war ein Schweizer, der vor beinahe 70 Jahren den Ententanz erfunden hat“, erzählte die Zweibeinerin. „Er hatte zu Hause 130 Enten und 25 Gänse, außerdem war er Musiker und spielte bei den Skihütten in Skigebieten, damit die Leute dort ihren Spaß haben.“ Die anderen Zweibeinerinnen kamen nun auch zu uns. „Steffi, du bist ein bisschen verrückt“, meinte eine von ihnen, „aber den Enten hier scheint das zu gefallen.“ „Sie heißt Steffi“, quakte Klara leise. „Psst“, schnatterte Agnes, „ich will wissen, wie es weitergeht.“ Steffi erzählte, dass dieser Schweizer Werner Thomas hieß und 1957 eine Melodie komponierte, kurz und fröhlich, um sie bei seinen Auftritten zu spielen. Eines Tages hörte ein Musikproduzent das Lied, machte daraus eine Schallplatte, und damit begann ein Siegeszug um die Welt.
Eure Paula