Frank Peter Münch aus Petershausen. © ps
Dass eine Blutspende überlebenswichtig sein kann, erlebte Frank Peter Münch als junger Vater selbst auf dramatische Weise. Als sein zweiter Sohn schwer krank wurde, benötigte das Kind schnellstmöglich Spenderblut. „Aber es war mitten im Fasching, und es waren keine Blutkonserven vorhanden“, sagt Münch, der in Petershausen im Landkreis Dachau lebt. Glück für die Familie: Vater und Sohn haben dieselbe Blutgruppe, damit war der passende Spender schnell gefunden.
Seit seiner Jugend ist der heute 62-Jährige Blutspender. Mit 18, da war er noch Student und lebte in Stuttgart, folgte er zum ersten Mal einem Aufruf. Seitdem ist ihm das Blutspenden „eine liebe Gewohnheit geworden“. Vier oder fünfmal jährlich, die Vorgaben wechselten über die Jahre beim Blutspendedienst, lässt er sich einen knappen halben Liter Blut abnehmen. Wie oft er beim Spenden war, wird beim Spendedienst genau erfasst: Im März war Münch wieder bei einem Blutspendetermin und hat zum 200. Mal Blut gespendet. „Blutspenden ist für mich Herzenssache“, sagt Münch. Der studierte Tiermediziner, der heute als Soldat im Gesundheitswesen der Bundeswehr tätig ist, ging dafür lange zum Blutspendedienst der Stadt München. Seit es diese Einrichtung nicht mehr gibt, spendet er beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) auf der Theresienhöhe. „Eine feste Anlaufstelle ist mir sympathisch“, sagt er. Mit Urkunden und Ehrennadeln ist Münch als Vielspender schon für sein Engagement ausgezeichnet worden. Seine 200. Spende habe allerdings nur bei den Mitarbeitern des Blutspendedienstes vor Ort einiges Aufsehen erregt.
Frank Peter Münchs nächstes Ziel ist die 250. Blutspende. „Die werde ich vermutlich nicht ganz schaffen“, meint er. Aber Münch möchte informieren und anspornen: „Blutspenden ist richtig und wichtig, denn es gibt immer zu wenige Spender.“PETRA SCHAFFLIK