Neuer Pächter übernimmt Rotwandhaus

von Redaktion

Zusage für Dominik Schumacher

Der Neue im Rotwandhaus: Dominik Schumacher. © DAV

Spitzingsee – Gerade weiß Dominik Schumacher nicht, wo ihm der Kopf steht. So viel gibt es zu bedenken und zu planen. Der 37-Jährige zählt kurz auf: „Neue Kaffeemaschine, Lieferanten, Verträge aushandeln, Hüttentechnik, Einsatzpläne für das Team, damit beschäftige ich mich gerade.“ Bereits am Mittwoch wird der gelernte Koch das Rotwandhaus im Mangfallgebirge als neuer Pächter übernehmen. Erst vor knapp zwei Wochen hat er den Pachtvertrag unterschrieben.

Eines seiner ersten Ziele sei, sagt Schumacher, Ruhe ins Haus zu bringen. Der gebürtige Rheinländer, der seit mehr als 15 Jahren in Bayern und Österreich lebt und arbeitet, spielt damit auf den großen Ärger um das Rotwandhaus an: das keimbelastete Trinkwasser, die nachfolgende Kündigung des langjährigen Pächters und die kurzfristige Kündigung des Nachfolgers Patrick Rofaeil, der die Hütte nur ein Jahr betrieben hat. Als „Herausforderung“ bezeichnet Schumacher diese Situation. Näher äußern möchte er sich nicht.

Beim Alpenverein selbst ist man froh, mit Schumacher einen neuen Pächter für das Rotwandhaus gefunden zu haben. „Er hat zwar noch keine DAV-Hütte geleitet, aber er hat bereits mehrere Gastronomien in den Bergen geführt“, sagt Anselm Greulich, Schatzmeister der zuständigen Sektion Turner Alpenkränzchen. Vor allem verfüge Schumacher über Bergerfahrung. Er wisse auch, was in Sachen Winterdienst auf ihn zukomme. „Er ist der richtige Mann“, ist Greulich überzeugt.

Patrick Rofaeil packt derzeit auf dem Rotwandhaus seine Sachen. Die Trennung sei sehr sachlich verlaufen, so Greulich. Am Freitag und damit pünktlich vor dem Pfingstwochenende soll das Rotwandhaus wieder geöffnet werden. Dominik Schumacher freut sich schon darauf. „Mit viel Energie und guter Laune“ will er seine neue Aufgabe bewältigen und die Gäste auch mit der einen oder anderen kulinarischen Überraschung für sich gewinnen. Noch steht die Speisekarte nicht, aber gesetzt ist, dass es sonntags Schweinebraten gibt. „Da bestehe ich darauf“, sagt Schumacher und lacht. Geht es nach ihm, dann soll das Rotwandhaus seine letzte berufliche Station sein. „Ich kann mir gut vorstellen“, sagt er, „hier die nächsten 30 Jahre zu verbringen.“B. OSSBERGER

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