Qualmender Rotor: Ein Windrad an der A7 war in Brand geraten. © Pascal Höfig/dpa
Kitzingen – Ein brennendes Windrad an der Autobahn 7 bei Kitzingen hat am Pfingstwochenende etliche Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Die Polizei musste zahlreiche Schaulustige auffordern, Abstand zu halten und den abgesperrten Bereich nicht zu betreten. Es bestand die Gefahr, dass brennende Teile abbrechen. Trotzdem kamen die Menschen immer näher an das brennende Windrad heran und sammelten sogar herabstürzende Teile auf, berichtete ein Polizeisprecher. Es habe absolute Lebensgefahr bestanden. „Wenn der Propeller, der dort dranhängt, runterkommt, kann das zu erheblichen Verletzungen führen!“
Das mehr als 100 Meter hohe Windrad war am Samstagabend in Brand geraten. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten eine starke Rauchentwicklung an der Turbine festgestellt. Die örtlichen Feuerwehren entsandten daraufhin ein Großaufgebot. Kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Windrad bereits in Flammen. Allerdings konnte die Feuerwehr das Feuer nicht löschen. Es gibt keine Geräte, die eine Höhe von über 100 Metern haben, um das Feuer von außen zu bekämpfen, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Gleichzeitig verbiete es sich, Kräfte im Inneren des Windrads zur Brandbekämpfung einzusetzen. „Das heißt, in diesem Fall bleibt uns nichts anderes übrig, als Abstand zu halten und die Lage weiter zu beobachten.“
Die A7 wurde deshalb am Abend zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Im Laufe des Montags erlosch das Feuer dann von allein. „Aber das Windrad ist noch abgesperrt und ein Sicherheitsdienst ist im Einsatz“, sagte ein Polizeisprecher. Denn noch immer kamen Schaulustige, die durch herabstürzende Teile hätten verletzt werden können.DPA