Zuwachs bei den Bartgeiern

von Redaktion

Berchtesgaden: Neuankömmlinge aus Frankreich und Belgien

Das französische Küken nach dem Schlüpfen. © dpa

Berchtesgaden – Aus zehn mach zwölf: Im Sommer werden zwei weitere Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Die beiden Jungtiere kämen dieses Jahr erstmals aus Zoos in Frankreich und Belgien, teilt der Landesbund für Vogel- und Naturschutz mit. Zum Geschlecht der Tiere machte die LBV-Sprecherin zwar noch keine Angaben: „Aber sie haben beide lustigerweise den gleichen Geburtstag – den 20. März.“

Seit fünf Jahren werden die gefährdeten Vögel im Nationalpark ausgewildert. Wally und Bavaria machten 2021 den Anfang, seitdem kamen jedes Jahr zwei junge Bartgeier dazu. Die Tiere stammen unter anderem aus Spanien, Finnland und Österreich. Insgesamt wurden zehn Bartgeier ausgewildert, um den Bestand im Park zu sichern. Dass Bartgeier 140 Jahre nach ihrer Ausrottung in Bayern dort wieder regelmäßig gesichtet werden, wertet der LBV als großen Erfolg beim alpinen Artenschutz.

Um den Neuankömmlingen Stress bei der Ankunft zu ersparen, wird heuer auf eine öffentliche Präsentation der Auswilderung verzichtet. So würden die Tiere laut LBV möglichst ohne Verzögerungen zur Felsnische im Klausbachtal gebracht. Dort sind sie geschützt, bis sie flügge werden. „Wir sind zuversichtlich, dass auch die neuen Jungvögel bald souverän durch die Berchtesgadener Alpen segeln werden“, sagte Projektleiter Ulrich Brendel. Über eine Webcam können sie in der Felsnische bis zum ersten Ausflug beobachtet werden.DPA

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