Frisch meint nicht den Rang, den jemand durch Herkunft, Alter oder Adelstitel besitzt. Es geht primär um Rang durch Leistung. Rang bedeute aber nicht Ruhm. Auch wer den Ruhm zu Lebzeiten verloren habe, könne seinen Rang bewahren. Rang werde aber nicht nur durch Leistung begründet. So mancher verschaffe sich selbst Rang, indem er Maßstäbe setze – dadurch, dass er andere einstuft, durch Zustimmung oder Widerspruch. Auf diese Weise werde er noch untrüglicher gekennzeichnet als durch seine Leistungen, die der andere oft gar nicht beurteilen kann. Das ist scharf beobachtet. Frischs Fazit: Der Rang beglänzt die Leistung.PROF. DR. KLAUS MICHAEL GROLL