Zwei Rotmilane vergiftet – Fälle häufen sich

von Redaktion

Ein Rotmilan. © Heimken/dpa

Olching/Straubing – Im Raum Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) sind zwei Rotmilane mit dem Nervengift Carbofuran vergiftet worden. Das hat die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes nach Abschluss der Untersuchungen bestätigt. Die Vögel waren Anfang Mai tot gefunden worden. Derzeit werden auch tote Krähen auf mögliche Vergiftung untersucht.

Carbofuran ist seit 2008 in der EU verboten. Das Nervengift ist für Mensch und Tier gefährlich und kann bereits über die Haut aufgenommen werden. Das Landratsamt appelliert an die Bevölkerung, tote Vögel oder verdächtige Substanzen nicht anzufassen und Kinder sowie Hunde von Fundorten fernzuhalten. Wer fündig wird, soll den Fundort dokumentieren und umgehend die Polizei sowie die Plattform „Tatort-Natur“ informieren.

In Niederbayern geht die Polizei für den Schutz bedrohter Wildtiere bereits auf Streife. Von Juni bis Oktober sind Beamte unterwegs, um illegale Fallen, Giftköder und verletzte oder getötete Tiere zu finden. Hintergrund ist das europaweite Projekt „wildLIFEcrime“ zur Bekämpfung von Naturschutzkriminalität, an dem sich das Präsidium beteiligt. Denn trotz strenger Verbote registrieren Behörden immer wieder Straftaten gegen besonders geschützte Tiere wie Wölfe, Luchse, Biber und Greifvögel.DPA

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