„Also ich sag’s euch: Das wird riesig!“, brummte Waldemar und rieb sich vor Vorfreude die Pfoten. Er saß mitten auf der Wiese und hatte kleine Stöckchen in den Boden gesteckt. „Hier sitzen wir. Da ist der Bildschirm. Und da drüben… Snacks! Ganz viele Snacks!“ „Wovon redest du eigentlich?“, schnatterte Klara und blinzelte verwirrt. Waldemar schaute sie an, als hätte sie gerade gequakt, warum Wasser nass ist. „Na von der Fußball-Weltmeisterschaft! Die geht bald los! Wir schauen die Deutschland-Spiele gemeinsam im Dorf. In der Wirtschaft! Mit den Zweibeinern!“ „Und was genau ist daran so toll?“, quakte Klara vorsichtig. Waldemar hielt inne. „Was daran toll ist?“ Er setzte sich. „Alles!“ Waldemar schaute ernst. „Also gut. Stellt euch vor: Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Keiner weiß, was passiert. Es kann sich alles in einer Sekunde ändern!“ Ulrich krächzte vom Ast herunter: „Klingt nach Chaos.“ „Nein!“, brummte Waldemar. „Nach Spannung! Du sitzt da, schaust zu – und plötzlich: Tor! Oder knapp daneben! Alle halten die Luft an.“ Ich musste lächeln. „Das klingt tatsächlich aufregend.“
„Und dann das Beste“, fuhr Waldemar fort. „Man schaut das nicht allein. Alle fiebern mit. Alle hoffen zusammen. Und wenn ein Tor fällt – dann jubeln plötzlich alle gleichzeitig!“ Ich dachte kurz nach. „Also… man teilt den Moment?“ „Genau!“, sagte Waldemar und nickte heftig. „Freude wird größer, wenn man sie teilt. Und selbst wenn man verliert… ist man nicht allein traurig.“
Eure Paula