„Außerordentlich schwere Entscheidung“

von Redaktion

Bischofswiesen: Caritas erklärt Gründe für Altenheimschließung

Bischofswiesen – Die angekündigte Schließung des Altenheims St. Felicitas in Bischofswiesen hat in der Region für Verunsicherung gesorgt (wir berichteten). Die Caritas als Träger der Einrichtung betont: „Diese Entscheidung ist uns außerordentlich schwergefallen.“ Mehr als zehn Jahre habe man an tragfähigen Zukunftslösungen gearbeitet. Nach einer vertieften Prüfung in diesem Jahr habe man die Lage aber neu bewerten müssen. Für einen Weiterbetrieb hätten mehrere Millionen Euro investiert werden müssen. Diese Mittel wären aber angesichts der verbleibenden Nutzungsdauer des Gebäudes nicht refinanzierbar gewesen. Wirtschaftlich sei die Einrichtung bereits seit Jahren deutlich defizitär betrieben worden. Hinzu komme, dass sich die Personalsituation in den vergangenen Monaten deutlich zugespitzt habe und nicht genügend neue Kräfte rekrutiert werden konnten. All das seien Gründe, warum keine tragfähige Lösung für einen Weiterbetrieb gefunden werden konnte, so die Caritas.

Einige der 36 Bewohner und Bewohnerinnen seien bereits mit Unterstützung der Caritas umgezogen. Mit den Mitarbeitern würden Gespräche über ihre Perspektiven geführt. „Wir wissen um unsere Verantwortung und lassen da niemanden im Regen stehen“, betont die Caritas.

Monsignore Thomas Frauenlob, der Leiter des Pfarrverbands Stiftsland Berchtesgaden, hatte bei Bekanntgabe der Schließung schon sein Bedauern geäußert. Der Abschied treffe viele Menschen in der Region tief. Aber er sei dankbar für den Dienst, der in der Felicitas über Jahrzehnte geleistet wurde.

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