Reimdeiter
„Kimmst rum um d Reim?“, wurde dem Kutscher zugerufen, dessen Fuhrwerk noch keine lenkbare Vorderachse besaß und diese deshalb nicht geschmeidig, sondern mit erheblicher Reibung der Räder auf dem Untergrund um die Kurve, die Reim (Reibm) fuhr. Ersetzt man jetzt noch den Deiter mit Zeiger, dann ergibt sich wortwörtlich ins Standarddeutsche übersetzt ein Kurvenzeiger. Als Fahrtrichtungsanzeiger, Blinker oder ehedem der altehrwürdige Winker wird so eine technische Einrichtung an Fahrzeugen bezeichnet. Auch das oftmals vermisste Handzeichen beim Abbiegen etwa von Radlern kann man so deuten.KS