Waldemar kam gestern von seinem nächtlichen Streifzug mit dem Fell voller Kletten zurück. „Kletten waren das Vorbild für den Klettverschluss“, quakte Agnes. „Die Zweibeiner nennen das Bionik.“ Waldemar, Klara und ich sahen sie ratlos an. „Was nennen sie Bionik?“, quakte ich. „Erfindungen, die ein Vorbild in der Natur haben und das auf Technik übertragen“, schnatterte Agnes. „Daher kommt auch der Name: ,Bio“ von Natur und ,nik‘ von Technik. Die Bionik-Zweibeiner machen das, was die jungen Zweibeiner in der Schule nicht dürfen.“ „Nämlich?“, quakte ich. „Sie schauen ab“, schnatterte Agnes. „Sie laufen mit offenen Augen durch die Welt und schauen von Tieren und Pflanzen ab. Es gibt zum Beispiel Haie, die sehr schnell schwimmen können, weil ihre Schuppen eine besondere Form haben. Die Zweibeiner haben diese Schuppenform auf eine Folie gestanzt und die Folie an Lastflugzeugen angebracht, damit die weniger Treibstoff verbrauchen.“ „Wenn sich Karpfen Franz-Josef so eine Folie überstülpen würde, dann könnte er also so schnell schwimmen wie ein Hai?“, brummte Waldemar. „Cool“, schnatterte Klara grinsend. Aber ich quakte: „Franz-Josef frisst Algen. Wozu sollte es ihm nützlich sein, wenn er schnell schwimmen kann?“ Agnes kannte noch einen Bionik-Trick: „Salz und Pfefferstreuer sehen der Kapsel der Mohnblüte ähnlich. Die hat auch lauter kleine Löcher im Deckel, durch welche die Samen gleichmäßig herausfallen und nicht alle auf einen Fleck.“
Eure Paula