Gespinstmotte ist auf dem Vormarsch

von Redaktion

Viele Bäume und Pflanzen in der Region eingesponnen – Trockenheit kam den Raupen zugute

Ein Gespinst auf einem Strauch bei Eberfing nahe Weilheim. © Boris Forstner (2)

Die Raupen schützen sich mit ihrem Gespinst vor Fressfeinden.

Weilheim – Rund um Weilheim – und nicht nur da – sind in vielen Gärten oder Parks gerade auffällige Gespinste zu sehen. Am häufigsten betroffen sind Großstauden, Büsche und Bäume. Für die „Kunstwerke“ verantwortlich sind die Raupen der Gespinstmotte. Sie spinnen Netze, um sich vor Fressfeinden oder Regen zu schützen. Die große Trockenheit der vergangenen Wochen begünstigt ihr Auftreten, sagt Dominik Landerer, der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege. An ein solches Aufkommen wie derzeit kann er sich nicht erinnern. Allerdings sei das regional sehr unterschiedlich, sagt er. „Ich wohne in Rottenbuch, dort sind keine Gespinste zu sehen.“

Unter den Gespinsten fressen Raupen gut geschützt an den Blättern. Je nach Befall kann der ganze Busch oder Baum danach kahl sein. Allerdings treiben die Pflanzen danach in der Regel wieder aus, erklärt Dominik Landerer. Natürliche Feinde der Raupen sind Vögel, Schlupfwespen oder Raubwanzen. Experten raten davon ab, die Tiere mit chemischen Mitteln zu bekämpfen. Sie würden nicht nur die Raupen töten – sondern alles.

Eine Möglichkeit der Bekämpfung: Fadenwürmer oder Schlupfwespen-Eier auf die betroffenen Pflanzen setzen. Außerdem können befallene Stellen einfach abgeschnitten und in der Mülltonne – nicht auf dem Kompost – entsorgt werden. Landerer betont aber: In der Regel sei der Spuk auch nach wenigen Wochen von allein vorbei. „Größere Obstbaumplantagen, bei denen die Gespinstmotte finanziellen Schaden anrichten könnte, gibt es bei uns nicht.“BORIS FORSTNER

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