„Du hast von Chamäleon-Zungen geschnattert“, quakte ich. Darum ging es bei unserem Geschnatter: um Bionik, die Verbindung von Biologie und Technik. Vom Klettverschluss hatte Agnes geschnattert und von der Folie, die Haifischschuppen nachahmt. Agnes quakte los: „Chamäleons haben an ihrer Zungenspitze eine Art Saugnapf, mit dem sie Beutetiere greifen. Die Zweibeiner haben Greifer entwickelt, die so etwas wie einen Saugnapf an der Spitze einer Stange haben und mit denen sie Dinge etwa vom Boden aufheben können, sogar Kugeln.“ „Dann wäre das sogar zum Apfelpflücken geeignet“, schnatterte Klara. Agnes nickte. „Du wärst auch ein guter Wissenschaftler, Klara, du hast viel Fantasie.“
Klara wollte gleich noch wissen, was es mit dem Lotus-Effekt auf sich hat. „Schau die Blätter an“, schnatterte Agnes, „wenn es regnet, perlt das Wasser an ihnen ab, rollt nach unten und nimmt dabei den Staub mit. Die Blätter bleiben sauber. Die Zweibeiner haben herausgefunden, dass die Blätter mit einer dünnen Wachsschicht überzogen sind. Dabei sitzen die Wachskristalle wie kleine Noppen auf dem Blatt, sodass Wassertropfen nicht haften bleiben. Die Zweibeiner haben diesen Effekt das erste Mal an der Lotuspflanze erforscht, daher der Name.“ „Und was hat das mit Bionik zu tun?“, quakte ich. „Den Lotus-Effekt nutzen die Zweibeiner zum Beispiel für Wandfarbe an ihren Häusern. Die Wand bleibt sauber, weil das Wasser an der Farbe abperlt und den Schmutz mitnimmt.“ Eure Paula