LIEBE KINDER

von Redaktion

„Könnt ihr euch an diesen Tag der langen Wörter erinnern?“, schnatterte Agnes gestern. „Oh ja“, quakte ich, „wie hieß noch einmal das längste Wort in der deutschen Sprache?“ „Rinderkennzeichnungsfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“, brummte Waldemar, „79 Buchstaben.“ „Wow, Waldemar, dass du dir das gemerkt hast“, quakte ich, „aber, Agnes, wie kommst du auf diesen Tag?“ „Weil ich ein neues Buch bekommen hat, und darin geht es um verrückte Wörter, die es in verschiedenen Sprachen der Welt gibt und die sich nicht einfach übersetzen lassen.“

Waldemar legte den Kopf schief und brummte: „Was denn zum Beispiel?“ „Murr-Ma“, schnatterte Agnes, „das ist Wagiman, die Sprache der Aborigines in Australien, und ,Murr-Ma‘ bedeutet, dass man durch das Wasser läuft und mit den Füßen nach etwas sucht.“ „Dafür gibt es in der Sprache der Zweibeiner hier tatsächlich kein Wort“, quakte ich.

„Ich sage euch noch einen schönen Begriff“, schnatterte Agnes, „er kommt aus dem Isländischen: ,Gluggavedur‘. Das ist ein Wetter, das vom Fenster aus schön aussieht, aber zu ungemütlich ist, um rauszugehen.“ „Mir macht ungemütliches Wetter gar nichts aus“, quakte Klara fröhlich. Agnes lächelte. „Ich habe aber auch etwas gefunden, das auf uns zutrifft“, quakte sie. „Was denn?“, brummte Waldemar. „Ein japanisches Wort: ,Nakama‘“, schnatterte Agnes, „das beschreibt gute Freunde, die wie die eigene Familie sind.“ Eure Paula

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