München – Der Groll vieler Beamter über die Spar-Entscheidung der Landespolitik hält an. In ungewöhnlich scharfer Form kritisiert nun auch die Deutsche Verwaltungs-Gewerkschaft die Entscheidung, die verhandelten Tariferhöhungen von 2,8 sowie 2,0 Prozent heuer und 2027 für Bayerns Beamte jeweils um sechs Monate zu verschieben; einer der Beschlüsse für den ausgeglichenen Haushalt. Das fällt zusammen mit der Entscheidung des Landtags, für sich die automatisierte Diätenerhöhung von 4,1 Prozent anzunehmen.
Der Landtag „degradiert sich zum Selbstbedienungsladen“, schreibt DVG-Landesvorsitzender Reiner Meier – ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter der CSU. „Söder und Aiwanger verlieren jegliche Art der Selbsteinschätzung der politischen Lage“, so Meier über den Ministerpräsidenten und seinen Vize, beide selbst auch im Landtag. Das Parlament hätte selbst verzichten sollen, verlangt Meier. Er verweist auf den Bundestag, der sich dazu heuer durchringt. Der Beamtenbund BBB hatte sich im Ton moderater ähnlich geäußert.CD