Augsburg – Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen einen 15-Jährigen, der mit dem IS sympathisiert und einen Anschlag in Deutschland geplant haben soll. Ziel soll insbesondere eine Synagoge gewesen sein, erklärte die Münchner Generalstaatsanwaltschaft als Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Der Jugendliche, der in U-Haft sitzt, soll dafür „eine große Menge pyrotechnischer Gegenstände“ bei sich zu Hause gehortet haben.
Offenbar stammt der Jugendliche aus dem Kreis Augsburg. Laut der „Augsburger Allgemeinen“ soll er im Oktober beim Zünden einer selbst gebastelten, tennisballgroßen Kugelbombe zwei Finger verloren haben, ein weiterer Mensch wurde verletzt. Zudem seien drei Kilogramm Böller und verdächtige Beweismittel auf Elektrogeräten entdeckt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Schüler die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Terrorismusfinanzierung, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vor.
Sein Verteidiger wies die Vorwürfe zurück: „Mein Mandant hat sich mutmaßlich mit Inhalten konfrontiert, die gefährlich sein können. Aber, ohne den Ermittlungsergebnissen vorgreifen zu wollen: Dass er fest entschlossen war, einen Anschlag zu verüben, wovon die Ermittler bislang offenbar ausgehen, kann ich bislang nicht erkennen.“MM