März 2025: Mitglieder der Protestgruppierung Animal Rebellion mit einem Banner am Hof von Bauernpräsident Günther Felßner. © dpa
Nürnberg – Mehr als ein Jahr nach den Protesten auf dem Bauernhof des damals von der CSU als Bundeslandwirtschaftsminister vorgesehenen Bauernfunktionärs Günther Felßner kommen mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Animal Rebellion vor Gericht. Den sieben Beschuldigten werde gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch vorgeworfen, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg am Mittwoch mit. Sie müssen sich demnach ab dem 10. Juni vor dem Amtsgericht Herbruck verantworten.
Die Beschuldigten sollen mit weiteren Tatverdächtigen am 24. März vergangenen Jahres auf den Bauernhof Felßners eingedrungen sein, dort Pyrotechnik gezündet und mit Bannern und Plakaten gegen dessen Ernennung zum Bundesminister protestiert haben. Der bayerische Bauernpräsident sprach von einem Überschreiten aller Grenzen und verzichtete auf den von CSU-Chef Markus Söder zugesagten Ministerposten.
Dem Gericht zufolge wurde in der Sache Strafbefehl gegen elf Beschuldigte im Alter von 26 bis 50 Jahren mit Geldstrafen zwischen 60 und 90 Tagessätzen erlassen. Ein Strafbefehl sei mittlerweile rechtskräftig. Die weiteren Beschuldigten legten Einspruch ein, weshalb es zum Prozess gegen insgesamt zehn Beschuldigte kommt. Zunächst wird gegen sieben Beschuldigte, später dann gegen drei weitere verhandelt.AFP