Zu Recht beklagen wir das sinkende Niveau unserer Sprache. Schlampiges Umgehen mit ihr zerstört nicht nur deren Schönheit, sondern schafft auch Ungenauigkeiten. Etwas „macht Sinn“. Nein, es ergibt oder enthält Sinn. „In keinster Weise“ – auch das hört man oft, obwohl es „keiner“ heißen müsste. Den Superlativ gibt es nicht. Fußballkommentatoren lieben zu sagen, „der Pfosten hat gerettet“, als ob er gedankenschnell zur Seite sprang, um das Tor zu verhindern. Und die 90 Minuten nennt man gerne „reguläre Spielzeit“. Ist denn die Verlängerung irregulär? Sinnentstellende Anglizismen, nachlässige Interpunktion und die Häufung von Emojis tun das Übrige, um unserer an sich so wunderbaren Sprache Schaden zuzufügen.PROF. DR. KLAUS MICHAEL GROLL