Wirbel um Schilder für Radler

von Redaktion

Forsthaus Valepp: Offensive gegen Autos hat Konsequenzen

Einkehr-Ziel für Radler: das Forsthaus Valepp. © Roman Babirad/babiradpicture

„Keine Gnade für die Wade“ steht auf dem Schild. © tp

Rottach-Egern – „Keine Gnade für die Wade“ oder „Kondition statt Strom“ stand auf den grünen Schildern, die seit Beginn der Radl-Saison die Mautstraße zum Forsthaus Valepp in Rottach-Egern (Kreis Miesbach) säumten. Die fünf Schilder zählten humorig den Countdown – die letzten Kilometer bis zur Einkehr.

„Wir wollen hier hinten möglichst keine Autos, und weil es den zugesagten ÖPNV, sprich Bus, nicht mehr gibt, setzen wir voll auf die Radler“, sagt Johannes Rabl, der das Forsthaus gemeinsam mit Nationaltorwart Manuel Neuer betreibt. Die Schilder sollen den Verkehr reduzieren. „Das ist mit der Forstbehörde als Grundeigentümer abgesprochen“, betont Rabl.

Nur ganz so einfach ist die rechtliche Lage nicht, was die fünf Schilder angeht. Sie sind weder Verkehrszeichen noch offizielle touristische Wegweiser aus dem Landratsamt. Rottach-Egerns Bürgermeister Stefan Niedermaier (BürgerListe) hat sich die Schilder, die von den Betreibern des Forsthaus Valepp Mitte Mai angebracht wurden, mit Mitarbeitern angesehen. Für Werbetafeln sind sie zu klein, aber laut der Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung dürfen private Schilder generell nicht an den Stangen von öffentlichen Verkehrsschildern angebracht werden.

Das Forsthaus-Team hat bereits reagiert und seine Schilder von den Verkehrsschildern entfernt und in Absprache mit dem Forstamt an anderer Stelle an Holzpfosten wieder angebracht, berichtet der Rathaus-Chef. An der Ausführung sei nichts einzuwenden. Bürgermeister Stefan Niedermaier räumt sogar ein: „Die Sprüche finde ich grundsätzlich witzig. Sie spornen die Radler an und der Nicht-Ortskundige wird motiviert sein, durchzuziehen.“ALEXANDRA KORIMORTH

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