Das kleine Skigebiet am Kranzberg im Kreis Garmisch-Partenkirchen ist vor allem bei Familien beliebt. © Privat
Mittenwald – Drei Wochen nachdem Liftbetreiber Klaus Wurmer aus wirtschaftlichen Gründen das drohende Ende des knapp 60 Jahre währenden Skibetriebs am Kranzberg (Kreis Garmisch-Partenkirchen) angekündigt hatte, prüft nun die Gemeinde Mittenwald eine mögliche Übernahme. Zumindest haben Rathauschef Enrico Corongiu (SPD) und seine Verwaltung alle Unterlagen der erst 2024 gegründeten Familienparadies-Kranzberg-GmbH angefordert.
Nichts wünschen sich der Liftbetreiber sowie das Aachener Unternehmerpaar Sabine Tramm-Werner und Ernst August Werner, das nach einem mauen Winter 2023/24 den Betrieb mit einer Finanzspritze gerettet hatte, mehr, als dass die Kommune in die GmbH einsteigt – am besten in führender Position. „Die Gemeinde muss tätig werden“, betonte der führende GmbH-Mitarbeiter Klaus Wurmer. „Daran führt kein Weg vorbei.“ Wohl eher zähneknirschend kommt der Bürgermeister dem nach – zumindest in einem ersten Schritt. Denn der Tourismusort Mittenwald steht vor einem Berg von Problemen: Zwistigkeiten mit den Hauptaktionären der Karwendelbahn AG, teure Sanierung des Eisstadions oder Pläne für einen kostenintensiven kommunalen Wellnessbereich belasten den Ort. Der Bürgermeister möchte keinen politischen Schnellschuss abgeben. „Wir müssen uns Zeit nehmen, alles muss so fundiert wie möglich abgearbeitet werden.“CS