München – Die SPD im Landtag fordert eine breite Fortbildungsoffensive gegen Antisemitismus an Schulen. Lehrkräfte, Schulleitungen und Schulaufsicht sollten künftig besser geschult werden, um antisemitische Vorfälle frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren, heißt es im Antrag der Fraktion. „Oft fehlt das Wissen, Antisemitismus rechtzeitig zu erkennen und auf geeignete Weise dagegen vorzugehen“, sagte die bildungspolitische Sprecherin Nicole Bäumler.
Die neue Publikation der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS) zeige, dass seit dem Hamas-Überfall auf Israel im Oktober 2023 Antisemitismus an Bayerns Schulen stark zugenommen habe. Jüdische Kinder hätten das Recht, ohne Angst zu lernen. Die SPD fordert niedrigschwellige Beratungs- und Meldeangebote. Der Antrag soll am 18. Juni im Bildungsausschuss behandelt werden.EPD