Das Huhn Benedicta hatte uns gegackert, dass die Zweibeiner das „Gären“ durch Bakterien beim Herstellen von Schokolade nutzen. Wir sollten Dr. Berta Raspelzahn fragen, ob die etwas Genaueres darüber wisse. „So recht vorstellen kann ich mir das nicht“, quakte Klara auf dem Weg zur Biberin. „Benedicta hat gegackert, dass das gegorene Gras etwas säuerlich ist, und Schokolade ist doch süß.“
Aber Berta bestätigte, was Benedicta gegackert hatte, und holte ein Buch aus ihrer Bibliothek. „Seht hier, das ist eine Kakaoplantage. An den Bäumen wachsen die Kakaofrüchte, und in jeder Frucht sind etwa 40 bis 50 Kakaobohnen, etwa so viele, wie die Zweibeiner für eine Tafel Schokolade brauchen.“ Als Berta weiterblätterte, bekam Waldermar große Augen. Ein Zweibeiner schlug mit einem riesigen Messer die Kakaofrüchte entzwei. „Das ist eine Machete“, erklärte Berta und zeigte das nächste Foto. „Die zerteilten Früchte werden auf Bananenblättern ausgebreitet und zugedeckt, und jetzt beginnt das Gären, denn im Fruchtfleisch, das die Kakaobohnen umgibt, ist viel Zucker, und in der Hitze gärt das. Dabei entsteht Essigsäure, die in die Bohnen eindringt und den Keim absterben lässt.“
„Igitt, Essigsäure“, brummte Waldemar, „,und da soll dann später Schokolade draus werden?“ „Warte ab“, mahnte Berta und erklärte weiter: „Kakaobohnen sind eigentlich sehr bitter, aber weil die Haut der Bohnen durch die Säure durchlässig geworden ist, verflüchtigen sich einige dieser Bitterstoffe.“
Eure Paula