Party ohne Ende!

von Redaktion

Beim Christopher Street Day wird heuer drei Tage lang gefeiert

Die Parade endet diesmal an der Ludwigstraße.

Noch größer, noch bunter: Insgesamt 213 Gruppen werden am CSD-Samstag durch Münchens Innenstadt ziehen. © Hartmann (2)

München – Drei Tage lang Party, Politik und Pride: Der Christopher Street Day (CSD) rückt näher – und bringt heuer unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“ einige Neuerungen mit. Das Straßenfest beginnt erstmals bereits am Freitag (26. Juni) und dauert bis Sonntag (28. Juni).

Außerdem wird das Fest von Marienplatz und Fußgängerzone in die Ludwigstraße verlagert. Die Straße verwandelt sich dabei in eine rund einen Kilometer lange Pride-Meile. Das hat ganz praktische Gründe: „Wir haben auf dem Prachtboulevard der Stadt deutlich mehr Platz“, sagt CSD-Geschäftsführer Alex Kluge. Zuletzt sei der CSD immer größer geworden. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 300.000 Menschen. „Auf dem Marienplatz war das nicht mehr machbar“, so Kluge. Deshalb werden die Bühnen, Party-Areas und mehr als 90 Stände nun zwischen Odeonsplatz und Siegestor aufgebaut. „Damit können wir noch mehr Inhalte und Programm bieten“, sagt Kluge.

Ein Überblick: Direkt am Odeonsplatz steht die Hauptbühne. Dort tritt unter anderem gleich am Freitag (21.25 Uhr) die ehemalige Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin aus Österreich, Conchita Wurst, auf. Daneben gibt es zahlreiche weitere Auftritte von Musikerinnen und Musikern und andere Shows. Erstmals soll es auch eine Karaoke-Bühne auf Höhe des Altstadtrings geben. Weitere Highlights: die QueerStage an der Rheinbergerstraße mit DJs, Drag-Auftritten und Poetry Slam, die Politik-Bühne auf Höhe der Theresienstraße mit zahlreichen Live-Diskussionen sowie die Party Area direkt am Siegestor mit DJ-Programm – diese war bislang am Rindermarkt zu finden. Am Sonntag sind die Veranstaltungen auf den Bereich zwischen Feldherrnhalle und Oskar-von-Miller-Ring beschränkt.

Ein weiterer Höhepunkt des CSD ist das jährliche Rathausclubbing am Samstag (27. Juni, 22 bis 5 Uhr). Wie bereits in den vergangenen Jahren seien die Tickets jedoch schon nach wenigen Minuten ausverkauft gewesen, sagt Alex Kluge. Aber: Wenn das Wetter mitspielt und die Open-Air-Bereiche im Rathaus genutzt werden können, soll es am Veranstaltungstag noch Resttickets geben – ab 11 Uhr am Odeonsplatz. Und: Erstmals wird es auch eine Abendkasse geben. Sollten Gäste die Feier früher verlassen, werden diese Tickets am Abend erneut verkauft.

Auch beim Herzstück des CSD, der großen Politik-Parade, gibt es kleinere Änderungen: Sie beginnt zwar wie gewohnt am Samstag um 12 Uhr und führt rund drei Kilometer durch die Stadt. Statt am Mariahilfplatz startet die Parade heuer jedoch im Bereich Erhardtstraße/Ecke Fraunhoferstraße sowie Wittelsbacherstraße. Von dort führt die Route über Fraunhofer-, Müller-, Sonnenstraße bis zum Platz der Opfer des Nationalsozialismus. 213 Gruppen sind dabei. Neuer Rekord!

Angeführt wird der Zug von Münchens neuem Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), der heuer auch Schirmherr des CSD ist. Für ihn eine besondere Ehre: Als Jugendlicher habe er auf dem CSD prägende Erfahrungen für seine „Selbstemanzipation“ gemacht, erzählt er. Gerade in Zeiten, in denen der Gegenwind für die queere Community wieder stärker werde (siehe Kasten), gehe vom CSD ein bedeutendes Zeichen aus. „Es ist wichtig, dass sich die Community nicht spalten lässt“, betont Krause.

Übrigens: Bereits ab dem 11. Juni starten die Pride-Weeks mit über 130 Events in der ganzen Stadt.JULIAN LIMMER

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