Fellhorn: Niederlage für Naturschützer

von Redaktion

Oberstdorf – Vorigen Montag hatten Naturschützer noch demonstriert. Mit einem Banner stellten sich Mitglieder des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) auf einen Parkplatz nahe der Fellhornbahn, darauf stand „Rettet das Fellhorn“. Jetzt ist der LBV mit seinem Eilantrag gegen den Pistenausbau in dem Allgäuer Skigebiet gescheitert. Das Verwaltungsgericht in Augsburg habe den Antrag abgelehnt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Das Gericht sei zum Ergebnis gekommen, dass die Genehmigung für den Bau und die Verbreiterung der Pisten am Fellhorn bei Oberstdorf voraussichtlich rechtmäßig sei.

Umweltschützer kritisieren das Projekt seit Monaten, im Zuge dessen auch die Scheidtobelbahn neu gebaut werden soll. Der LBV fürchtet schwere Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere für das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn. Auch in der Landespolitik hatte sich an dem Projekt eine Debatte entzündet. Die ÖDP sprach von einem „Sündenfall in der Bergwelt“. Denn wegen Gesetzesänderungen auf Initiative der Staatsregierung von CSU und Freien Wählern zum Bürokratieabbau wurden die Hürden für das Projekt niedriger. Das Verwaltungsgericht betonte nach seiner Entscheidung, dem Bau stünden „keine Belange des Boden- oder Naturschutzes entgegen“. Die Arbeiten verstießen nicht gegen die Alpenkonvention, die Folgen für geschützte Arten seien korrekt geprüft worden.DPA

Artikel 10 von 11