Würzburg – Ein besonders schwerer Fall von schlechter Tierhaltung wird morgen vor dem Würzburger Verwaltungsgericht verhandelt. Drei Familienmitglieder aus einer Gemeinde im Kreis Main-Spessart wehren sich dagegen, dass die Behörden ihnen insgesamt 129 Katzen, ein Kaninchen sowie fünf Schafe weggenommen haben. Nach Kontrollen ordnete das Veterinäramt des Landratsamtes Ende 2024 an, dass den drei Personen alle Katzen und das Kaninchen abgenommen und auf ihre Kosten anderweitig untergebracht werden. Im Januar erhoben die drei Betroffenen dagegen Klage und ließen durch einen Anwalt erklären, die beanstandete Katzenhaltung sei ein „tierethisches Vorreiter-Projekt“ unter tierärztlicher Begleitung gewesen. Im Februar ordnete die Behörde dann ein komplettes Tierhaltungsverbot für das Trio an. Daraufhin wurden ihnen auch fünf Schafe abgenommen. Dagegen wehren sich der Mann und die beiden Frauen nun vor Gericht. Mit einem Eilverfahren im Februar 2025 waren sie bereits gescheitert.