Zwei der sieben Angeklagten beim Prozessauftakt in Nürnberg. Sie sollen auf Felßners Hof demonstriert haben. © dpa
Nürnberg – Sieben Sympathisanten der Protestbewegung „Animal Rebellion“, die im März 2025 auf dem Hof des bayerischen Bauernpräsidenten Günther Felßner demonstriert hatten, stehen in Nürnberg vor Gericht. Ihnen wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Verhandlung vor einem Richter des Amtsgerichts Hersbruck wurde notwendig, nachdem vorher ausgestellte Strafbefehle nicht akzeptiert worden waren. In Hersbruck standen für die große Zahl an Protestbeteiligten keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung, weshalb nach Nürnberg ausgewichen werden musste.
„Animal Rebellion“ hatte mit der Aktion gegen die mögliche Ernennung des CSU-Politikers Felßner zum Bundesagrarminister demonstriert. Dieser zog in der Folge seine Kandidatur zurück. Später wurde bekannt, dass das Veterinäramt bei einer Kontrolle auf Felßners Hof Mängel bei der Tierhaltung festgestellt hatte, etwa bei Einstreu und Entmistung. Nach Angaben von Felßner wurden die Mängel umgehend behoben. Die Angeklagten sollen unberechtigt Felßners Anwesen in Lauf an der Pegnitz betreten, dort Pyrotechnik gezündet und mit Bannern und Plakaten gegen vermeintlich tierschutzrelevante Missstände protestiert haben. Felßner und seine Frau sollen am 17. Juni vor Gericht aussagen.DPA