Massiv beschädigt: Der Linienbus, der gestern bei Dachau mit einem mit vielen Schülern besetzten Reisebus kollidierte. Ein Kind starb bei dem Unfall. © Höltl
Hebertshausen – Ein schrecklicher Unfall erschüttert den Landkreis Dachau: Gestern stießen gegen 12.30 Uhr auf einer Staatsstraße zwischen dem Hebertshausener Ortsteil Ampermoching und dem Nachbarort Ottershausen zwei Busse zusammen. In einem dieser Busse befanden sich Schulkinder aus zwei zweiten Klassen der Grundschule Haimhausen. Die beiden Busfahrer sowie 26 Kinder wurden bei dem Zusammenstoß verletzt, zwei von ihnen sowie eine Lehrerin schwer. Und ein Bub verlor bei dem tragischen Unglück sein Leben, wie am Abend bekannt wurde.
Stefan Jänicke-Spicker ist seit diesem Jahr Bürgermeister in Haimhausen. Er war gestern nicht nur als Rathauschef, sondern auch als Kommandant der Feuerwehr am Unfallort. „Es ist einfach nur schrecklich, eine Katastrophe“, sagt er am Nachmittag. Anwohner berichten von einer gespenstischen Stimmung, im Minutentakt seien die Rettungshubschrauber über den Ort geflogen. Feuerwehrkräfte vor Ort sprechen von einem „schlimmen Bild“ wegen der vielen verletzten Kinder. Fünf Helikopter waren im Einsatz, dazu 15 Rettungswagen, acht Notärzte und eine dreistellige Zahl von Einsatzkräften.
Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, war gestern noch unklar. Klar ist: Ein leerer Linienbus des MVV war Richtung Ampermoching unterwegs, der Reisebus mit der Schulklasse kam ihm auf dem Weg nach Haimhausen entgegen. Warum die beiden Busse kollidierten, soll nun ein Gutachter klären. Insgesamt waren laut Polizei 35 Personen an dem Unfall beteiligt.
Die Freiwillige Feuerwehr Ampermoching betreute die verletzten Kinder und führte sie mit ihren Angehörigen zusammen. In einem Dorfgemeinschaftshaus wurde eine Zeugensammelstelle eingerichtet. Und die Haimhauser Kirche wurde am Abend geöffnet – für alle, die nach dem Unglück Trost oder Ruhe suchten. Dachaus Landrat Stefan Löwl teilte nach dem tragischen Unfall mit: „Meine Gedanken, Wünsche und Gebete sind bei den verletzten Kindern.“ZIP/NO