Social Media: Noch keine Altersgrenze

von Redaktion

Bildungsministerkonferenz wartet auf Empfehlung von Experten

München – Die Bildungsminister der Länder haben sich auf eine Leitlinie zum Umgang mit Social Media in den Schulen verständigt. Eine konkrete Altersgrenze wird indes vorerst nicht vorgeschlagen. „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten, kritischen und sicheren Umgang mit Social Media zu befähigen, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie besser vor negativen Auswirkungen zu schützen“, sagte die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Anna Stolz (Freie Wähler), bei einer Tagung in München. Es gehe um einen Dreiklang aus sensibilisieren, stärken und schützen.

Im Mittelpunkt stehe dabei die Entwicklung von digitaler Resilienz, der Schutz vor negativen Auswirkungen exzessiver Social-Media-Nutzung sowie die enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus.

Über die Notwendigkeit dieser drei Komponenten bestehe Einigkeit, betonte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) – „unabhängig davon, ob wir jetzt im Einzelnen für oder gegen ein pauschales Social-Media-Verbot – das ist ja eine sehr vereinfachte Debatte, die hier geführt wird – sind“. Prien selbst war zuletzt für ein Verbot. Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland derzeit über Altersgrenzen für Soziale Medien diskutiert. Aktuell erarbeitet eine Expertenkommission Empfehlungen für konkrete Maßnahmen.

Prien kündigte an, dass die Ergebnisse am 24. Juni vorgestellt würden und knapp 50 Empfehlungen enthielten, die sich neben den Schulen auch an Eltern, Kitas und etwa Ärzte richteten.MM/DPA

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