von Redaktion

Gestern wollte ich eigentlich einfach nur in Ruhe am Teich mitten im Wald sitzen. Und meine Schwimmfüßchen ins Wasser watscheln. Eigentlich. Denn kaum hatte ich es mir gemütlich gemacht, kam natürlich Waldemar angerauscht. „Paula! Schau mal, ich kann jetzt doppelt so hoch ins Wasser springen!“ Er konnte übrigens auch doppelt so laut ins Wasser springen. KLOTSCH. Klara hat nur die Augen verdreht. „Sehr elegant, Waldemar.“ Und Agnes ist wie immer ganz ruhig geblieben und hat nur geschnattert: „Das Wasser war gerade noch ganz glatt.“

Ich habe dann wieder auf den Teich geschaut. Plötzlich hatte ich einen Gedanken. Was wäre eigentlich, wenn der Teich sprechen könnte? Ich meine, er sieht ja alles. Er sieht, wie Waldemar – der sonst lieber gemütlich rumliegt und frisst – alle paar Wochen denkt, er sei ein Weltmeister im Springen oder Fußballspielen. Er sieht, wie Klara – die sich oft ein bisschen veräppeln lässt – trotzdem ganz fein merkt, wie es den anderen geht. Er sieht Agnes, die sofort versteht, wenn sich etwas verändert – und dann geduldig allen erklärt, was gerade passiert.

Aber vielleicht würde er sich wünschen, dass wir zwischendurch einfach mal kurz still sind. Also habe ich gesagt: „Lasst uns mal alle nichts machen.“ Waldemar brummte: „Auch nicht springen?“ Ich: „Vor allem nicht springen.“ Klara hat genickt. Agnes sowieso. Und dann waren wir wirklich für einen Moment ganz ruhig. Und wisst ihr was? Es war plötzlich richtig schön.

Eure Paula

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