Finger weg von der Wildkatze

von Redaktion

Nach aktuellem Fall: Naturschützer warnen vor Verwechslungen

Verwechslungsgefahr: eine Wildkatze. © Muehlbauer

München – Die kleinen Samtpfoten im Wald mögen niedlich und putzig erscheinen – doch es ist Vorsicht geboten. Denn vermeintlich gesichtete Hauskatzen können im Zweifel Wildkatzen sein, die in jedem Fall in Ruhe gelassen werden müssen. Darauf hat der Bund Naturschutz in Bayern aufmerksam gemacht. Anlass ist ein Fall aus dem Landkreis Bamberg, bei dem zwei Frauen vermeintlich ausgesetzte Hauskatzenbabys mit nach Hause genommen hatten.

Der Naturschutz-Artenschutzexperte Uwe Friedel erklärte dazu: „Trotz vieler Gemeinsamkeiten mit unseren Stubentigern: Die Europäische Wildkatze ist ein echtes Wildtier, welches von uns Menschen nicht gestört werden darf.“ Die Tiere seien sehr scheu, man bekomme sie in der Regel auch kaum zu Gesicht. Falls doch, sollte man ihnen nicht nachstellen, um etwa Fotos zu machen. Zudem sollten Hunde sofort an die Leine genommen werden.

Die Europäische Wildkatze ist eine wilde Verwandte der Hauskatze und gilt als wahre Überlebenskünstlerin. Nach ihrer fast vollständigen Ausrottung schleicht sie heute wieder durch Deutschland.KNA

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