Brüssel – Die EU-Kommission will, dass Landwirten wegen gestiegener Düngemittelkosten mehr EU-Geld vorgestreckt wird. Die Brüsseler Behörde schlägt vor, dass Mitgliedsstaaten ihnen in diesem Jahr früher einen höheren Vorschuss zahlen können. Die EU-Staaten sollen zudem Pläne für Direktzahlungen im kommenden Jahr anpassen können. Damit Änderungen in Kraft treten, müssen EU-Parlament und Mitgliedsstaaten zustimmen. Die Kommission hatte vergangene Woche vorgeschlagen, gut 500 Millionen Euro einzusetzen, um Landwirte beim Kauf von Düngemitteln zu unterstützen. Die Mitgliedsstaaten könnten die Summe um bis zu 200 Prozent aus nationalen Mitteln aufstocken. So könnten theoretisch bis zu 1,5 Milliarden Euro zusammenkommen. Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen.