LIEBE KINDER

von Redaktion

An unserem See gibt es einen breiten Schilfgürtel. Dort dösten wir gestern, als es über uns brummte. Eine Königslibelle flog über unsere Köpfe hinweg. „Wisst ihr, dass ihre Larven mit dem Popo atmen?“, quakte Agnes. „Du erzählst Quatsch“, schnatterte Klara, „wer kann denn mit dem Popo atmen?“ „Es ist nicht ein Popo wie bei uns oder den Zweibeinern“, schnatterte Agnes, „aber viele Libellenlarven bekommen ihren Sauerstoff durch ein Loch in ihrem Hinterteil. Libellen sind Insekten und haben keine Lungen. Die Luft und damit der Sauerstoff verteilen sich durch kleine Röhren in ihrem Körper.“ „Also ähnlich wie bei uns über die Blutgefäße“, quakte ich. „Aber Libellenlarven leben im Wasser“, schnatterte Klara, „wie können sie überhaupt atmen?“ „Wir Enten und die Zweibeiner atmen Luft in unsere Lungen, und dort wandert der Sauerstoff, der in der Luft ist, in die Blutgefäße“, quakte Agnes. „Libellenlarven lassen Wasser durch ihr Hinterteil strömen und holen sich so den Sauerstoff, den sie brauchen. Im Wasser ist Sauerstoff gelöst. Wir sehen ihn nur nicht.“ „Das klingt zwar kompliziert“, quakte ich, „aber wenn ich mir solche Röhrchen im Körper eines Insekts vorstelle, ist es ganz logisch.“ „Ich merke mir jedenfalls, dass Libellenlarven mit dem Popo atmen“, schnatterte Klara, „das klingt einfach lustig.“ „Allerdings tun das nur die Larven der Großlibellen“, quakte Agnes, „die Larven der Kleinlibellen atmen über Kiemen, die sehen ein bisschen aus wie Farnwedel.“ Eure Paula

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