Neulich saß ich mit Klara und Agnes auf der Wiese. Die Sonne schien, und wir genossen es sehr, uns die warmen Strahlen aufs Gefieder scheinen zu lassen. Auf einmal hörten wir ein Geräusch hoch über unseren Köpfen. „Was knistert denn dort?“, quakte Klara verwundert. „Es ist eine Drohne“, stellte Agnes mit einem Blick Richtung Himmel fest, „aber ich würde nicht schnattern, dass sie ‚knistert‘, das passt eher zu Folie oder Feuer oder so.“
„Ich würde quaken, die Drohne brummt oder summt“, meinte ich. Aber damit war Klara nicht einverstanden. „Nein!“, schnatterte sie, „summen ist nicht richtig, das machen doch Insekten“, befand sie. „Wie siehst du das, Agnes?“, wollte sie von unserer klugen Freundin wissen.
„Es gibt viele Arten von Geräuschen und fast ebenso viele Bezeichnungen dafür“, setzte Agnes zu einem ihrer berühmten Vorträge an. „Wörter, die Geräusche beschreiben, werden lautmalerisch oder onomatopoetisch genannt. Dabei kann man drei Arten unterscheiden. Einige solcher Wörter leiten sich von dem Geräusch ab, das sie beschreiben. Das Wort ‚zischen‘ erinnert mit dem sch-Laut an das Geräusch. Dann gibt es Ausrufe, auch Interjektionen genannt, die Geräusche benennen, so etwas wie bumm!, bäng! oder klong!. Und dann wären da noch umschreibende Onomatopoetika. Das sind Wörter, die ein Geräusch nicht imitieren, sondern es kategorisieren: etwa, dass irgendetwas ‚hölzern‘ oder ‚metallisch‘ klingt.“
Eure Paula