„Ich freue mich auf morgen, aber ein bisschen traurig bin ich auch“, quakte Agnes gestern. „Was meinst Du denn?“, schnatterte ich. „Ich freue mich auf die Sonnwendfeier“, quakte Agnes, „aber danach werden die Tage wieder kürzer, und eigentlich ist das schön, wenn es so lange hell ist.“ „Das stimmt“, quakte ich, „auf die langen Winternächte könnte ich auch verzichten. Dabei haben wir es hier ja noch gut, denn am Nordpol ist es ein halbes Jahr lang fast immer dunkel.“ „Aber dafür ist es ein halbes Jahr lang fast durchgehend hell“, schnatterte Agnes. „Mir ist es so lieber, wie es bei uns ist“, quakte Klara, „wenn es ein paar Stunden dunkel ist, kommt wenigstens mal alles zur Ruhe.“
„In Schweden gibt es zur Sonnenwende einen besonderen Brauch mit Kräutern“, quakte ich, „davon hat mir Berta mal erzählt. Die jungen Zweibeinerinnen pflücken sieben verschiedene Wildblumen und legen sich diese nachts unter das Kissen. Angeblich träumen sie dann von dem Zweibeiner, den sie einmal heiraten werden.“ Waldemar kratzte sich im Fell. „Kann man auch von etwas anderem Wichtigen träumen?“, brummte er. „Wovon denn?“, quakte ich. „Ich bräuchte bald eine neue Höhle“, brummte Waldemar. „Der Ast vor meinem Höhleneingang ist nämlich morsch und wird irgendwann abbrechen. Wenn ich heute Nacht auf sieben Wildblumen schlafe, vielleicht träume ich dann, wo ich eine neue Höhle finden könnte.“ „Oh, das ist eine gute Idee“, schnatterte Klara.
Eure Paula