München – Die Debatte um die geplanten Reformen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Schließung der Finanzlücken bei den gesetzlichen Krankenkassen reißt nicht ab. Nun warnt auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) davor, dass Rettungsdienst, Pflege und die flächendeckende Versorgung unter die Räder kommen könnten, wenn die Reform kommen sollte.
„Der Rettungsdienst ist keine beliebige Kostenstelle. Er ist das Sicherheitsnetz, das trägt, wenn alles andere zusammenbricht. Wer hier mit starren Deckeln, pauschalen Kürzungen und realitätsfernen Rechenmodellen arbeitet, gefährdet nicht nur Strukturen – er gefährdet Menschenleben“, teilte BRK-Präsident Hans-Michael Weisky am Freitag mit. Ein Rettungswagen könne nicht erst dann finanziert werden, wenn er gebraucht wird. „Er muss da sein, bevor jemand ihn braucht. Genau das ist der Kern der Daseinsvorsorge“, so Weisky.
Die Bundestags-Abstimmung über den Gesetzentwurf wurde wie berichtet verschoben, soll aber noch vor der Sommerpause kommen.