Neuer Hirmer-Wirbel

von Redaktion

Platzt der Hausverkauf in München?

Das Hirmer-Haus in der Münchner Fußgängerzone. © Schlaf

München – Das Hirmer-Haus steht mit seiner bekannten Fassade und seiner langen Tradition für Beständigkeit – Generationen von Münchnern haben hier schon Herren-Mode eingekauft. Ausgerechnet dieses Haus ist jetzt einer der größten Unruheherde auf dem Immobilienmarkt der Landeshauptstadt. Der Verkauf des Gebäudes an den Immobilien-Magnaten Erich Schwaiger, der schon vor Monaten über die Bühne hätte gehen sollen, könnte platzen. Das berichtet die „SZ“ mit Verweis auf eine nicht genannte Quelle. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Schwaiger soll am Donnerstag Insolvenzantrag für die CR Mitte 2 GmbH & Co. KG gestellt haben. Diese Firma ist ausschließlich dafür da, das Hirmer-Haus zu kaufen. Ohne Firma kein Kauf? Ein Hirmer-Sprecher sagte unserer Zeitung, man habe „die Gerüchte über eine mögliche Insolvenz der CR Mitte 2 GmbH & Co. KG zur Kenntnis genommen“, habe aber keine weiteren Informationen. Schon seit Monaten hatte es Hickhack um den Verkauf gegeben, der Hirmer über 100 Millionen Euro einbringen soll. Zwischenzeitlich gab es Wirbel um den Grundschuldbrief: ein wichtiges Dokument, das wohl nicht auffindbar war. Mittlerweile, so erfuhr unsere Redaktion aus gut informierten Kreisen, sollen aber alle Bedingungen für den Deal erfüllt sein, sodass der Kaufpreis für kommende Woche notariell auf fällig gestellt wurde.

Warum es nun möglicherweise trotzdem nicht zum Verkauf kommt? Welche genauen Hintergründe die berichtete Insolvenz hat? Dazu waren am Freitagabend keine Details zu erfahren – Erich Schwaiger war für unsere Redaktion telefonisch nicht zu erreichen.

Zuletzt war das Münchner Hirmer-Haus nicht nur wegen des Verkaufs in die Schlagzeilen geraten, sondern auch in anderer Hinsicht – nämlich wegen eines großen Wasserschadens und einer folgenden Rabatt-Aktion.HEI

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