Tölzer Hütte: Georg Glassner und Familie kredenzen Brotzeit an heißen Tagen. © Privat
Yoga auf dem SUP: Die AOK Bayern bietet Gratis-Kurse auf Bayerns Seen an. © Balk/dpa
Egal, wie heiß es „oben“ ist, im Salzbergwerk Berchtesgaden ist es kühl bei 12 Grad. Da kommt man nur auf der Bergmannsrutsche ins Schwitzen. © Südwestdeutsche Salzwerke AG
Die einen mögen es heiß und sonnig, andere kühl und schattig. Und dann gibt es natürlich auch diejenigen, die es zwar warm, aber nicht brütend heiß mögen. Bei unseren Tourentipps kommt jeder auf seine Kosten. Wenn das Thermometer am Wochenende auf deutlich über 30 Grad kraxelt, könnten Eisbären zum Beispiel tief ins Bergwerk.
■ Salzbergwerk
Im Salzbergwerk Berchtesgaden herrscht unter Tage das ganze Jahr über konstant eine Temperatur von 12 Grad. Mit der Grubenbahn geht’s 650 Meter tief in den Berg. Besucher tauchen ein in die Welt des Salzabbaus und können auf zwei Bergmannsrutschen durch das Bergwerk sausen. Mit dem Floß geht‘s unter der Erde mitten durch glitzernde Salzkristalle über den Spiegelsee. Führungen täglich, 9 bis 17 Uhr. Am besten vorab unter www.salzbergwerk.de buchen (Erwachsene: 26,50 Euro, Kinder: 13,50 Euro).
■ Ab auf das SUP
Wen es bei der Hitze ans Wasser zieht, könnte Gefallen an der SUP‘n Roll Tour der AOK Bayern finden. Jedes Wochenende bietet sie Gratis-Kurse für Stand-up-Paddling in allen Schwierigkeitsgraden an. Dieses Wochenende macht das Sportevent bei über 30 Grad Station am Baggersee in Ingolstadt. Die Woche darauf geht‘s an den Mandichosee bei Augsburg und am letzten Juli-Wochenende an den Kronthaler Weiher in Erding. Infos und Tagestickets unter www.sayaq-adventures-muenchen.com/aoksuptour
■ Tropfsteinhöhle
Beeindruckende Tropfstein-Formationen sind bei neun Grad in der Tropfsteinhöhle Schulerloch in Essing im Altmühltal, rund drei Kilometer von Kelheim entfernt, zu bewundern. Höhepunkt: ein freistehender Becherstalagmit. Die Höhle war in der Eiszeit Wohnstätte für Neandertaler und Tiere. Nach der 30-Minuten-Führung erwartet die Besucher eine Zeitreise mit einer Projektion an der Höhlenwand. Touren täglich, 10 bis 16.30 Uhr, außerhalb der Ferien ist montags Ruhetag. Der Eintritt kostet 8,50 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder.
■ Brauneck: Tölzer Hütte
Während es im Tal 30 Grad und mehr anzeigt, ist es auf dem Brauneck acht Grad kühler – 22 Grad. „Für unsere Höhe ist das schon warm“, sagt Georg Glassner (35), Chef der Tölzer Hütte (1450 Meter). Hier weht immer ein angenehmer Wind. Bergsteiger laufen ab Lenggries über leichte Forstwege und Pfade erst durch den Wald, manchmal wird‘s steil. Statt 2,5 Stunden Aufstieg fährt auch die Brauneck-Bahn (Berg- und Talfahrt: 26 Euro, Kinder: 14 Euro). Von der Bergstation kommt man in 15 Minuten selbst mit Kinderwagen oder Rollstuhl zur Tölzer Hütte. Glassner steht selbst in der Küche: „Der Klassiker im Sommer ist das Brotzeitbrettl.“ Schinken, Speck, Kaminwurzen, Käse, Obazda, Brot und Brezn für 19,80 Euro. Aber auch der Sommersalat mit Mozzarella oder Wurstsalat schmecken im Sommer ungemein erfrischend.
■ Breitachklamm
Wildes Wasser, tiefe Schluchten und faszinierende Steingebilde: Die 2,5 Kilometer lange Breitachklamm bei Oberstdorf im Allgäu ist ein besonderes Naturerlebnis. Es gibt diverse, gut ausgebaute und unterschiedlich lange Wanderwege rund um die Klamm. Los geht’s am Haupteingang am Parkplatz in Tiefenbach (Klammstraße 47, 87561 Tiefenbach) oder am Parkplatz Walserschanz im Kleinwalsertal am Grenzübergang (Walserschanz 2, A-6991). Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr. Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder 2,50 Euro. Infos unter www.breitnachklamm.com.
■ Steinsee
Wer eiskalte Seen eigentlich scheut, der könnte es mal mit dem Steinsee im Kreis Ebersberg versuchen. Der Moorsee ist tief, sehr sauber und dazu bacherlwarm. Das heißt für dieses Wochenende ungefähr 24 bis 25 Grad. Zudem ist der See in der Gemeinde Moosach ein unglaublich idyllisch gelegenes Brotzeit-Platzerl. Aber Obacht, nicht erschrecken: Ein Moorsee beherbergt viele Schlingpflanzen. Bloß nicht mit Wasserschlangen verwechseln!
■ Maria Einsiedel
Für Menschen, die es weder zu kalt noch zu warm mögen: Das Naturbad Maria Einsiedel im Münchner Stadtteil Thalkirchen ist nicht ganz so überlaufen wie andere städtische Freibäder und mit 22 Grad auch ein bisserl kühler. Zudem kann man sich ein gutes Stück den Kanal entlangtreiben lassen. Nur die Geschwindigkeit des Wassers sollte man hier bloß nicht unterschätzen. Infos unter www.swm.de/freibaeder-muenchen/maria-einsiedel.MBI/CLA/MTW