München – Bisher wird der Ausbau von kleinen Solaranlagen vom Bund gefördert. Dies könnte sich bald ändern. Im sonnenreichen Bayern sieht die Staatsregierung die Streichung der Einspeisevergütung für Solaranlagen skeptisch. „Bei einer abrupten Streichung könnten die Ausbauzahlen der PV-Aufdachanlagen in Bayern deutlich zurückgehen“, teilt das Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Grünen im Landtag mit. Gleichwohl widerspreche ein Festhalten an der Einspeisevergütung dem Ziel, Photovoltaik stärker in den Markt zu integrieren. „Stattdessen sollte ein schrittweises Vorgehen verfolgt werden, das die Systemintegration stärkt, ohne den Zubau auszubremsen.“
Das Bundeswirtschaftsministerium erwägt Einschnitte und erhöhte Auflagen bei der Solarförderung. Das Einstellen der Förderung für neue, kleine Solaranlagen findet man im Arbeitsentwurf für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (Stand: 22. Januar).
Laut Martin Stümpfig, energiepolitischem Sprecher der Landtags-Grünen, würde Bayern als sonnenreiches Bundesland besonders unter der Streichung leiden: „Der starke Zubau der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Photovoltaik nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern auch Bürger und Unternehmen unabhängiger von steigenden Energiepreisen macht. Die PV-Anlage ist oft der erste Schritt zu mehr Unabhängigkeit. Die Förderung von heute auf morgen zu streichen, ist das völlig falsche Signal.“DPA