Das Weilheimer Krankenhaus stellt die Notfallversorgung für 100.000 Menschen sicher. © Hans-Helmut Herold
Weilheim – Die Krankenhausreform sieht vor, dass sich Kliniken spezialisieren. Einzelne Häuser sollen dazu Leistungsgruppen zugeteilt bekommen, die an bundesweit einheitliche Qualitätskriterien gekoppelt sind. Künftig sollen die Kliniken nur noch für die ihnen zugeteilten Leistungsgruppen bezahlt werden. Die Entscheidung, wer künftig was anbieten darf, fällt das bayerische Gesundheitsministerium bis Jahresende. Die Untersuchungen laufen, ein erstes streng vertrauliches Gutachten liegt bereits vor. Auf dessen Grundlage sollen die Landräte und Klinikchefs sich einigen, wer künftig was anbieten wird.
Bei einem ersten Treffen vor wenigen Tagen wurden die Ergebnisse vorgestellt. Die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH hat schon vor Jahren damit begonnen, sich auf diese Umstellung vorzubereiten – und hat nun gute Erfolgsaussichten. Das Schongauer Krankenhaus wurde geschlossen, die Klinik in Weilheim dafür zum Notfallversorger der Stufe 2 ausgebaut. In der Region ist es unverzichtbar, um die Notfallversorgung für mehr als 100.000 Menschen sicherzustellen. Die Zahl der Notfallbehandlungen ist seit 2019 drastisch angestiegen.
Für das Starnberger Krankenhaus hingegen könnte die Reform zum Problem werden. Es liegt nahe an München, gerade bei planbaren Eingriffen orientieren sich viele Patienten in Richtung der Großkrankenhäuser und Unikliniken.SET