Berlin/München – Katholiken ohne Weihe dürfen weiterhin nicht im Rahmen einer Heiligen Messe predigen. Einen entsprechenden Bescheid der zuständigen Vatikanbehörde haben die deutschen Bischöfe gestern in Berlin beraten. Der Bescheid des zuständigen Kurienkardinals Arthur Roche vom Dikasterium für die Gottesdienste und die Sakramentenordnung datiert vom 17. Juni. Anlass war eine Anfrage, die der Bischofskonferenz-Vorsitzende Heiner Wilmer (Münster) am 30. März gestellt hatte.
Darin hatte Wilmer eine Sondergenehmigung beantragt. Es hätte auch Laientheologen die Predigt in der Messe erlaubt. Die Forderung war einer der zahlreichen Beschlüsse des deutschen Synodalen Wegs.
In seiner Antwort erinnert Kardinal Roche daran, dass gemäß dem Kirchenrecht „die Homilie als integraler Bestandteil der Liturgie einem Priester oder Diakon vorbehalten ist“.
Christian Gärtner, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, zeigte sich enttäuscht über diese Entscheidung. „Das ist sehr schade und geht an der Situation der Kirche in Deutschland vorbei.“ Die Laienpredigt sei geübte Praxis in vielen Diözesen. Angesichts des Priestermangels finde er die Entscheidung weltfremd, zumal es in Deutschland viel gut qualifiziertes Personal wie Pastoralreferenten gebe.KNA/CM