von Redaktion

Bei uns am See war gestern richtig was los. „Wir machen ein Spiel!“, brummte Waldemar. „So richtig mit Teams und Wettbewerb. Das wird cool!“ „Was für ein Spiel denn?“, quakte ich. „Na so was wie Fußball! Oder irgendwas mit Fliegen und Werfen und Punkten!“, brummte Waldemar und wedelte wild mit den Pfoten. Am Ende wurde es eine Mischung aus allem.

Wir sollten einen Zapfen vom einen Ende des Sees zum anderen bringen – ohne dass das andere Team ihn uns klaut. Klingt einfach. War es nicht. Waldemar rannte, rutschte, schnappte sich den Zapfen und brummte: „Jetzt gewinne ich das!“ Genau in dem Moment, als es richtig spannend wurde, breitete Ulrich seine Flügel aus und rief: „Jetzt geht’s um die Wurst!“

Am Ende – ich weiß nicht mehr genau wie – haben wir irgendwie alle gleichzeitig gewonnen. Oder verloren. Oder beides. Wir waren jedenfalls ziemlich erschöpft. Waldemar schaute sich um. „Okay“, brummte er. „Und wo ist jetzt die Wurst?“ Wir sahen ihn an. „Welche Wurst?“, schnatterte Klara. „Na die Wurst!“, brummte Waldemar ungeduldig. „Ulrich hat doch gesagt, jetzt geht’s um die Wurst! Also her damit!“ Ich musste lachen und Agnes schob ihre Brille zurecht.

„Das ist eine Redewendung“, quakte sie. „Das sagt man, wenn es ernst wird.“ Waldemar blinzelte. „Aber… warum Wurst?“ Agnes nickte. „Früher, bei Wettbewerben – zum Beispiel auf Märkten – gab es oft eine Wurst als Preis. Wer gewonnen hat, bekam sie. Deshalb sagt man das bis heute.“

Eure Paula

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