München – Die Deggendorfer Autobahn 92 soll zwischen dem Autobahndreieck München-Feldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn auf drei Spuren je Richtung ausgebaut werden. Im Mai erteilte die Regierung von Oberbayern dafür das Baurecht (wir berichteten) – doch jetzt könnte der Ausbau durch Klagen verzögert werden. Die Anliegergemeinde Eching will vor Gericht ziehen, so entschied es der Gemeinderat. Ein Grund: Durch den Ausbau gingen circa 15 Hektar des Landschaftsschutzgebiets „Freisinger Moos und Echinger Gfild“ verloren. Außerdem befürchten die Räte weitere Eingriffe in das Landschaftsbild und die Zerstörung von Grünflächen und Gehölzen. O-Ton eines Gemeinderats: Die Gemeinde solle versuchen, ihre Rechte durchzusetzen. Der Ausbau sei nicht mehr zeitgemäß, das sei falsch investiertes Geld.
Schon im Anhörungsverfahren zur Planfeststellung hatte die Gemeinde aus dem Landkreis Freising mehrere Forderungen und Einwendungen erhoben, die allerdings überwiegend zurückgewiesen worden waren. Zum Beispiel erklärte die Regierung von Oberbayern, zusätzlicher aktiver und passiver Lärmschutz sei nicht notwendig, weil die Grenzwerte eingehalten werden. Dasselbe gelte für die Forderung nach lärmminderndem Belag auch auf den Rampen. Der Klageweg sei zwar riskant, dennoch solle man es versuchen, so der Tenor im Echinger Gemeinderat. Eine Anwaltskanzlei soll nun zunächst die Erfolgsaussichten ergründen. Zudem will man sich mit Privatleuten zusammenschließen, die ebenfalls Klagen in Vorbereitung haben. Der Ausbau der A92 sollte eigentlich im Jahr 2027 starten.ZZ