Freising/Traunstein – Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz und die Gregor Louisoder Umweltstiftung melden mehrere Fälle von Naturschutzkriminalität. In den Landkreisen Eichstätt, Freising und Traunstein sowie im unterfränkischen Miltenberg haben Unbekannte mindestens sieben Greifvögel mit dem auch für Menschen gefährlichen Insektizid Carbofuran vergiftet.
Einen Habicht, der sich an einer präparierten „Kamikaze-Taube“ vergiftet hatte, konnte ein Tierarzt gerade noch retten. Kriminelle nutzen Tauben ohne Kopf, um die Greifvögel anzulocken. Eine toxikologische Untersuchung bestätigte Spuren des Insektizids. „Wer einen Greifvogel vergiftet, begeht kein Kavaliersdelikt, sondern eine ernst zu nehmende Straftat“, sagt Christoph Bauer. „Wir bringen jeden Fall zur Anzeige.“ Bauer bereut beim LBV die Plattform „Tatort Natur“, über die man Fälle melden kann.MM